Stöberhundgruppe Frankenhöhe e. V.

Aktionen

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Anschussseminar, 05. Oktober 2024

Bei den jährlichen Vorhaben der Stöberhundgruppe Frankenhöhe e.V. hat die Durchführung eines Anschussseminars auf Schwarz- und Rehwild mittlerweile einen festen Platz im Jahreskalender gefunden. Wenige Wochen vor Beginn der jährlichen Drückjagden wurde mittlerweile das 6te Anschussseminar – meist Anfang Oktober - in bewährter Form im Revier von Dr. Klaus und Angelika Zier in der Nähe von Schillingsfürst durchgeführt.

In bewährter Art und Weise führten die beiden anerkannten Nachsuchenführer – Florian Petzold und Heiko Stettner - durch das Anschussseminar.

Auch in diesem Jahr war das Seminar wieder sehr gut besucht. Fast schon traditionell waren auch wieder Teile der Ausbilder mit ihren JungjägeranwärterInnen von der Jagdschule des Nürnberger Jagdschutz- und Jägerverbands e.V. (NJJV) zugegen.

So war das Teilnehmerfeld in jeder Hinsicht wieder bunt gemischt: vom alterfahrenen Jäger, der sich nicht zu schade ist, sich von erfahrenen Nachsuchengespannen immer wieder auf den neuesten Stand bringen zu lassen und ggf. an der ein oder anderen Stelle auch eigene Erfahrungen in das Seminar mit einzubringen, bis hin zu den JungjägeranwärterInnen des NJJV, die ohne Erfahrung sehr viele und wertvolle Grundlagen für ein zukünftiges Jägerleben mitnehmen konnten.

Um die SeminarteilnehmerInnen für die Wirkung von Geschossen und den Gefahrenbereich von beschossenem Wild zu sensibilisieren, wurde ein verunfalltes Stück Rehwild (Schwarzwild stand in diesem Jahr leider nicht zur Verfügung) – frei über dem Boden hängend – fixiert und aus ca. 30m an insgesamt fünf verschiedenen Wildkörperteilen mit .30-06 Teilmantel (11g, 170gr.) beschossen:

  • Kammerschuss, 
  • Vorderlaufschuss, 
  • Krellschuss, 
  • Weidwundschuss, 
  • Äser-/Gebrechschuss.

Um sowohl Geschosswirkung als auch den Gefahrenbereich am Stück für die Seminarteilnehmer visualisieren zu können, wurde mit großzügigem Abstand um das beschossene Stück sowie zusätzlich der vertikale Bereich hinter dem beschossenen Stück mit einer weißen Silofolie ausgelegt.

Nach jedem Beschuss (z.B. Kammerschuss) begutachteten die Seminarteilnehmer zunächst das beschossene Stück in Verbindung mit den Schusszeichen/Wildbretstücken auf der weißen Silofolie. Danach führte Florian Petzold die SeminarteilnehmerInnen zu einem vorher für den jeweiligen Beschuss präparierten Anschuss und ließ diesen zunächst von den SeminarteilnehmerInnen untersuchen und beschreiben. Wesentliche und wichtige Punkte ergänzte Florian Petzold aus seiner reichhaltigen Nachsuchenerfahrung von mittlerweile über 2000 Nachsuchen mit seinen Bayerischen Gebirgsschweißhunden (BGS). So entwickelten sich sehr gute Gespräche mit verschiedensten Fragen und Antworten.

Auch der weitere Fährtenverlauf nach dem Anschuss war professionell vorbereitet, so dass die SeminarteilnehmerInnen auch hier sowohl ein realistisches Bild vor Augen hatten als auch wertvolle Tipps und Hinweise von den beiden Seminarleitern bekamen.

So verging die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge und nach 2 ½ Stunden ging der offizielle Teil des Anschussseminars zu Ende.

Alle SeminarteilnehmerInnen folgten sodann der Einladung zu Kaffee und Kuchen nach Stilzendorf zu Familie Stettner, wo man noch eine geraume Zeit das gelungene Seminar mit guten Diskussionen zwischen Alt und Jung, jagdlich erfahren und weniger erfahren ausklingen ließ.

   

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Schießkino Frankonia Würzburg, 20. September 2024

Nachdem im Mai und im Juli bereits das Schießen auf den laufenden Keiler zum Einüben der Grundfertigkeiten auf bewegtes Wild durchgeführt wurde, folgte nun das Üben im Schießkino bei Frankonia in Rottendorf mit realitätsnahen und teils sehr komplexen Drückjagdszenarien auf Schwarzwild.

15 Mitglieder der Stöberhundgruppe – bis auf einzelne alle die, die auch beim Üben auf den Laufenden Keiler bereits dabei waren – konnten sich mit entsprechenden Drückjagdsequenzen nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Schweren“ individuell in den zur Verfügung stehenden zwei Stunden gezielt auf die demnächst beginnende Drückjagdsaison vorbereiten.

Die Variationen der angebotenen Filmsequenzen deckte so ziemlich alles ab, was so ab Mitte Oktober bis Ende Januar bei Drückjagden erfahrungsgemäß vorkommen kann: vom langsam ziehenden Einzelstück in offenem, übersichtlichen Gelände - über Rotten mit verschiedensten Altersklassen und Größen, die im Wald beim Aufnehmen von Fraß ständig in Bewegung sind – bis hin zu hochflüchtigen Einzelstücken und Rotten in winterlicher Landschaft.

Die individuelle Leistungssteigerung von Anfang bis Ende der Übungen war anhand der erzielten Ergebnisse in Verbindung mit der Sicherheit im Umgang mit der Waffe deutlich zu erkennen, so dass der gewünschte Übungseffekt voll erreicht werden konnte.

Insgesamt wurde von allen Teilnehmern sehr diszipliniert, ruhig, aber dennoch zügig und beherzt geschossen, so dass in den zwei Stunden ca. 350 Schuss mit wirklich guten bis teilweise sehr guten Trefferergebnissen abgegeben wurden.

Nun gilt es das Erlernte und Geübte bei den in den kommenden Wochen anstehen Drückjagden erfolgreich und sicher in die Tat umzusetzen. Weidmannsheil und stets eine sichere Kugel!

   

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Sommerfest, 17. August 2024

Am 17.08.2024 fand das diesjährige Sommerfest der Stöberhundgruppe Frankenhöhe in Windelsbach statt. Bei besten Wetterbedingungen kamen zahlreiche Mitglieder zusammen und genoßen leckere Salate, Gegrilltes, Nachspeisen, Kaffee und Kuchen und das Wichtigste – tolle Gespräche. 

Die Jagdhornbläser stimmten uns musikalisch auf die Feierlichkeiten ein. Dabei durfte bei einer Stöberhundgruppe natürlich die Hundefanfare nicht fehlen. 

Als weiteres Highlight wurden die Keilernadeln in Bronze, Silber und Gold an die Schützen und Schützinnen überreicht, die beim letzten Übungsschießen auf den Laufenden Keiler hervorragend abgeschnitten haben. 

Alles in Allem war das Sommerfest ein superschöner, lustiger und harmonischer Abend. Bis nächstes Jahr!

  

  

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Besuch des Schwarzwild-Gewöhnungsgatter Altmühltal, 27. Juli 2024

Was ist eigentlich ein solches Gatter und welchem Zweck dient es? Ein Schwarzwildgewöhnungsgatter ist ein eingezäuntes Gelände, in dem Jagdhunde unter kontrollierten Bedingungen den Umgang mit Schwarzwild trainieren.

Dabei lernen die Hunde, das Wild zu stellen, ohne es zu verletzen oder sich selbst in Gefahr zu bringen. Solche Gatter dienen der Ausbildung und Prüfung der Hunde, um sie auf reale Jagdsituationen vorzubereiten. 

Bereits zum zweiten Mal dieses Jahr waren wir am 27.07.2024 zu Besuch dort. Für zwei Dackel und ein einen Weimaraner unseres Vereins war es das erste Mal im Gatter. Daher trafen sie zuerst durch einen Zaun getrennt auf das Schwarzwild. In der zweiten Stufe der Ausbildung wurden die Hunde an der Schleppleine direkt an die Sauen herangeführt, um ihr Verhalten im Umgang mit diesem wehrhaften Wild zu prüfen.

   

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Erste-Hilfe am Jagdhund, 05. Juli 2024

Das Schlimmste, was auf der Jagd passieren kann: Ein Mensch wird verletzt. Dies gilt natürlich genauso für unsere vierbeinigen Mitjäger, die in der Regel auch Familienmitglieder sind.

Ein Kurs zur Ersthilfe ist für Menschen spätestens vor der Führerscheinprüfung Pflicht. Aber was tun, wenn ein Hund verletzt ist? Um diese Frage zu beantworten, hat sich die Stöberhundgruppe am Freitag, den 05. Juli 2024 zu einem Erste-Hilfe-Seminar unter der Leitung des Tierärzteehepaars Julia und Noah Wegmann getroffen.

Im Kurs haben wir uns mit den Vitalparametern der Hunde und den auf der Jagd eventuell auftretenden Notfällen auseinandergesetzt. 

Außerdem wurde das Erste-Hilfe-Kit der Stöberhundgruppe vorgestellt und die Nutzung demonstriert.  Hoffen wir, dass wir dieses Wissen nie gebrauchen müssen!

   

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Jägertag der Jägervereinigung Rothenburg ob der Tauber, 30. Juni 2024

Die Stöberhundgruppe Frankenhöhe e. V. war beim dritten Jägertag der Jägervereinigung Rothenburg ob der Tauber am 30. Juni 2024 mit über 20 Hundeführergespannen mit verschiedensten Jagdhunderassen (Bracken, Schweißhunde, Stöbernde, Vorstehende, Erdhunde, Apportierende) sehr gut vertreten und wieder einmal Publikumsmagnet der Veranstaltung.

Dabei wurden auf der Stöberleinsbühne im Bereich der Reichsstadthalle die Hunde der jeweiligen Jagdhunderassen mit ihrem jagdlichen Verwendungszweck fachmännisch vorgestellt und sowohl das dementsprechende Erscheinungsbild (Größe, Kraft, Gewicht, Schnelligkeit, Länge und Dichte des Haarkleids) als auch die besonderen Wesenseigenschaften (Nasenleistung, Ausdauer, Schärfe, Laut, Wasserfreudigkeit, uvm.) ausführlich erklärt.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde auf eindrucksvolle Art und Weise der für die Jagd notwendige Gehorsam von Jagdhunden mit entsprechenden Übungen vorgestellt.

Die sogenannten "Arbeiten nach dem Schuss", wie z. B. das Apportieren über Hindernisse, das Bringselverweisen oder das Totverbellen eines erlegten Stückes Wild konnten den begeisterten Zuschauern, die mit viel Applaus die beeindruckende Vorstellung der Stöberhundgruppe belohnten, demonstriert werden. 

   

 

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1. Schulung für Hundeführer als Durchgeher, 21. Juni 2024

Am 21.06.2024 haben wir unsere 1. Schulung für Hundeführer als Durchgeher auf Drückjagden abgehalten. In geselliger Runde wurde im ersten Teil der Schulung über die Ausrüstung für Mensch und Hund informiert. Dazu zählen zum Beispiel Hundeschutzwesten und GPS-Technik für Hunde und Schutzkleidung, Schutzhelm und Erste-Hilfe-Set für Menschen. 

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit den Themen Vorbereitungen und allgemeines Verhalten vor, während und nach der Drückjagd. 

Wir bedanken uns bei den Organisatoren für diese gelungene Informationsveranstaltung.

   

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Übungsschießen "Laufender Keiler", 4. Mai 2024

Nach der Drückjagd, ist vor der Drückjagd...

... und ohne Üben geht es einfach nicht, denn das Schießen auf bewegtes Wild gehört mit zum anspruchsvollen Handwerkszeug eines jeden Jägers und jagdeichen Hundeführers als Durchgehen dazu.

Und so hat sich die Stöberhundgruppe Frankenhöhe e. V. fast schon traditionsgemäß - wie in den vergangenen Jahren auch - bereits Anfang Mai mit dem Schießen auf den Laufenden Keiler in Deffersdorf auf der Schießanlage des dortigen JSSV Wieseth e. V. für die Drückjagdsaison im kommenden Herbst in einem ersten Schritt wieder vorbereitet. 

In gut zweieinhalb Stunden wurden insgesamt 220 Schuss in Serien zu jeweils 5 Schuss auf den Laufenden Keiler abgegeben. Neben der Waffenhandhabung, der Schulung und Übung der individuellen Schießfertigkeiten auf die bewegte Keilerscheibe wurde als zusätzliche Motivation angestrebt, die Bedingungen für eine der drei Stufen (Bronze, Silber, Gold) der Keilernadel des Bayrischen Jagdverbandes zu erfüllen. Bei der nicht ganz einfach zu erfüllenden Schießübung konnten am Ende knapp ein Drittel der 16 teilnehmenden Schützinnen und Schützen diesen Nachweis erbringen (2x Gold, 2x Silber, 1x Bronze).

Der Ablauf des Übungsschießens verlief insgesamt gewohnt reibungslos und ohne jegliche Störungen, da alle Schützinnen und Schützen sich sicher im Umgang mit ihren Waffen zeigten und mit Disziplin und Konzentration bei der Schussabgabe dabei waren.

Im nächsten Schritt der Vorbereitungen für die herbstlichen Drückjagden erfolgt nach einer ggf. Wiederholung der Übung auf den Laufenden Keiler dann im September das Üben im Schießkino mit realitätsnahen Drückjagdfilmen.

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